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Erschalle jetzt, du Bundessang ! Ertöne Lied der Lieder !
So brause hin im vollen Chor, im Chore trauter Brüder !
Die Brust geht hoch, die Wange glüht, wenn tönt der Unitarier Lied:
Vivat, floreat, crescat, vivat, floreat, crescat,
vivat, floreat, crescat, Unitas ! Vivat, floreat, crescat, Unitas !
Ein Streben eint uns, hoch und hehr, die Wahrheit zu erringen !
Jetzt schmieden wir die Waffen schon, daß einst sie stählern klingen.
Der Lüge, schwört's ! sei ewiger Streit, und sei das Schlachtfeld noch so weit.
Vivat, floreat, crescat, vivat, floreat, crescat,
vivat, floreat, crescat, Unitas ! Vivat, floreat, crescat, Unitas !
Und mit der Tugend reinem Kranz woll'n wir die Seele kränzen;
jetzt zünden wir das Licht schon an, am Leuchter soll es glänzen;
der Unschuld weiß, wie Lilien rein, soll uns'res Bundes Farbe sein.
Vivat, floreat, crescat, vivat, floreat, crescat,
vivat, floreat, crescat, Unitas ! Vivat, floreat, crescat, Unitas !
Und dieses Strebens Doppelband, die Liebe hält's umschlungen;
bei uns tönt noch von Freundeslieb' ein Lied, das viel verklungen,
und Hand in Hand zieh'n wir die Bahn zum gleichen, frohen Ziel hinan.
Vivat, floreat, crescat, vivat, floreat, crescat,
vivat, floreat, crescat, Unitas ! Vivat, floreat, crescat, Unitas !
Der Vater auf dem Himmelsthron sieht unser einig streben,
er wird von seinen heil'gen Höh'n uns Schutz und Segen geben.
Drum achtet nicht der schlechten Spott, mit uns ist der allmächt'ge Gott.
Vivat, floreat, crescat, vivat, floreat, crescat,
vivat, floreat, crescat, Unitas ! Vivat, floreat, crescat, Unitas !
Text: Peter Liesen, um 1858
Musik:
Midi-File
bei einer lieben Schwesterverbindung W.k.St.V.
UNITAS Franko-Palatia zu Nürnberg-Erlangen
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Reichet Euch zu frohem Bunde jetzt auf's neu die Bruderhand,
und der Freude Feierstunde weihe neu der Freundschaft Band !
Alle Herzen höher schlagen, klingt der Unitarier Sang:
Unitas die Treue tragen woll'n wir unser Leben lang;
Unitas die Treue tragen woll'n wir unser Leben lang.
Uns'rer Treue kannst Du trauen, denn ihr gilt noch Manneswort;
findest hier - drauf kannst du bauen - echter Freundschaft golden Hort !
Fest und treu steh'n wir zusammen, jeder schätzt des Freundes Wert,
und es lodern hell die Flammen von der Freundschaft heil'gem Wert;
und es lodern hell die Flammen von der Freundschaft heil'gem Wert !
Froh ob des vereinten Strebens eilen wir zum schönen Ziel,
wahren uns den Ernst des Lebens neben Scherz und heit'rem Spiel.
Wohl so laß uns frisch erhoffen reiche Ernte uns'rer Saat,
goldene Zukunft steht uns offen, hin führt uns des Wissens Pfad;
goldene Zukunft steht uns offen, hin führt uns des Wissens Pfad.
So vereint im Freundeskreise Freundschaft uns und Wissensdrang;
jeder schafft nach seiner Weise; niemand folgt verhaßtem Zwang !
Jedem kühn ins Aug' wir schauen, fürchtend nicht die ganze Welt,
wollen nur auf Gott vertrauen, der uns schirmt, der uns erhält;
wollen nur auf Gott vertrauen, der uns schirmt, der uns erhält !
Füllt die Becher, Unitarier ! Stimmet lauter an den Sang !
Hebt die Schwurhand, Unitarier ! Brausen soll's mit Donnerklang:
Auf, ihr Brüder ! Schwört auf's neue auf das blau-weiß-goldene Band,
Unitas, weih'n wir die Treue, dir, der Freundschaft Unterpfand;
Unitas, weih'n wir die Treue, dir, der Freundschaft Unterpfand !
Text: Peter Joh. Peters, um 1867
Musik: Josef Zorn, 1907
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Wenn wir durch die Straßen ziehen recht wie Bursch in Saus und Braus,
schauen Augen, blau' und graue, schwarz und braun aus manchem Haus.
Und ich laß' die Blicke schweifen durch die fenster hin und her,
fast als wollt' ich eine suchen, die mir die allerliebste wär'.
die mir die allerliebste wär'.
Und doch weiß ich, daß die eine wohnt viel Meilen weit von mir,
und doch muß ich immer gucken nach den schmucken Jungfern hier.
Liebchen, wollt' dich nicht betrüben wenn dir eins die Kunde bringt,
und daß dich nicht überrrasche, dieses Lied der Wandrer singt.
dieses Lied der Wandrer singt.
Liebchen, nicht um Goldeslohne hört ich auf, dir treu zu sein,
nicht um eine Königskrone, ewig, ewig bleib ich dein.
Doch das Schau'n nach hübchen Mädchen, die so freundlich nach mir seh'n
nach den braunen, nach den blonden wirst du mir doch zugestehn ?
wirst du mir doch zugestehn ?
Wenn wir bei den Gläsern sitzen, unser Herz der Wein erfreut;
wenn die Lieder hell erklingen, sich manch Freundschaftsband erneut;
dann, mein Liebchen, blicke freundlich hörst du Lied und Becherklang;
dann gedenk' ich deiner Liebe, und dich feiert mein Gesang !
und dich feiert mein Gesang !
Text: Wilhem Müller, vor 1824
Musik: nach Friedrich Nestler, 1826/29
Nach der Melodie dieses Liedes werden auch die Farbenstrophen der einzelnen UNITAS-Vereine gesungen.
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